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Dr. Begemann
Haupt- und Ehrenamt im Dialog
Seminarnummer S3
In Deutschland ist jeder Dritte ehrenamtlich engagiert. Auch die Zahl der "jungen, aktiven Alten", die sinnstiftende, verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen, steigt. Erfahrungswissen und Engagement dieser Bevölkerungsgruppe bieten viel Potenzial für die Soziale Arbeit. Das Zertifikatsstudium „Bürgerschaftliches Engagement in Wissenschaft und Praxis“, für Teilnehmer des Studiums im Alter an der Westfälischen Wilhelms-Universität, fördert Kompetenzen im dritten Lebensalter. Erfahrungen aus diesem Studium haben die Bedeutung von Spannungsfeldern, Chancen und Grenzen für Bürger und Profis aufgezeigt. Zur gelingenden Zusammenarbeit sollen deshalb zentrale Themen wie „Konkurrenz und Kooperation“ und „Anerkennung und Mitbestimmung“ kritisch reflektiert und miteinander bearbeitet werden. Dafür ist Offenheit zur Begegnung und Bereitschaft zum lebenslangen Lernen auf beiden Seiten erforderlich. Haltungen und Werte, die das Mensch-Sein und die Begegnung in den Mittelpunkt stellen, bieten ein gutes Fundament, um an einer konstruktiven Dialogkultur zu spannungsvollen Themen miteinander zu arbeiten. Die Aneignung von Haltungen kann durch Ethosbildung gefördert werden. Ethosbildung ist Arbeit an Haltungen – im Leben, im Beruf und Ehrenamt! Das Seminar will hierzu einen Beitrag leistenn
Dienstag, 29.09.09 14:00 Uhr bis
Mittwoch, 30.09.09 13:00 Uhr

Prof. Dr. Freise
Impulse christlicher Spiritualität für Soziales Engagement - dargestellt an Persönlichkeiten aus verschiedenen Ländern
Seminarnummer S5
In diesem Seminar sollen christlich motivierte Persönlichkeiten, die sich für Andere engagiert haben genauer beleuchtet werden:
Dorothy Day
lebte von 1987 bis 1980 in Amerika und wollte ihr Leben konsequent an der Bergpredigt ausrichten. Daher gründete sie Häuser der Gastfreundschaft für Obdachlose und kämpft mit vielen Veröffentlichungen gegen (kriegerische) Gewalt.
André Trocmé
lebte von 1901 bis 1971 und versorgte im französischen Le Chambon-sur-Lignon als protestantischer, der aktiven Gewaltfreiheit verpflichteter Pfarrer zusammen mit seiner Frau Magda und seiner Gemeinde Tausende – meist jüdische – Flüchtlinge mit falschen Papieren, mit denen sie fliehen konnten und vor dem sicheren Tod bewahrt wurden.
Ruth Pfau
geboren 1929, fühlte sich ihr ganzes Leben lang den Lepra- und TB-Kranken verpflichtet, pflegte sie Tag und Nacht, und übernahm internationale Aufgaben für die Weltgesundheitsorganisation.
Andrea Ricardi
Geboren 1950, gründete als junger Student mit Freunden die katholische Laienorganisation Sant’ Egidio, die aus christlicher Spiritualität Sozialarbeit betreibt („Freundschaft mit den Armen“), interreligiöse Begegnung fördert (das Friedensgebet von Assisi), politische Versöhnungsinitiativen startet (u. a. in Mosambik) und sich für die Abschaffung der Todesstrafe weltweit einsetzt. Ricardi ist Träger des Karlspreises der Stadt Aachen (2009).
Mittwoch, 30.09.09 09:00 - 17:00 Uhr
Prof. Dr. Kral
Wert und Nutzen des Bürgerschaftlichen Engagements
Seminarnummer S6
Das Seminar beinhaltet [generell] die verschiedenen Formen und Handlungsbereiche des Bürgerschaftlichen Engagements (z.B. Selbsthilfe, Freiwilligenarbeit, Ehrenamt), Faktoren der Motivierung, Möglichkeiten einer Anerkennungskultur und die angemessene Passung durch (kommunal-)politische Fördermaßnahmen sowie die sich [speziell] aus dem Wertgutachten von 2008 ergebenden sozialpolitischen Konsequenzen. Mit einbezogen wird auch die in dreijähriger Arbeit unter der wissenschaftlichen Leitung des Referenten (in Kooperation mit dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz) entstandene Untersuchung "Senioren für die Um-Welt".
Mittwoch, 30.09.09 14:00 Uhr bis
Donnerstag, 01.10.09 13:00 Uhr
Prof. ’in Dr. Mc
Guire
/Prof. ’in Dr. Lay
Finding the Learning in Volunteerism
Seminarnummer S2
This experiential workshop will provide participants with the opportunity to share and reflect on their volunteer experiences. Working in small groups with other learners, participants will be guided through a process of structured critical reflection, both oral and written. Participants will be introduced to an understanding of the theoretical basis for reflection processes which facilitates the integration of volunteer experiences and academic content. They will gain basic knowledge of the DEAL model (Ash and Clayton, 2004) and how it may be applied to generate, deepen, and document learning. The DEAL model is a structured model of reflection designed to generate, deepen and document student learning from the stated objectives of a specific course (Ash & Clayton, 2004). The DEAL model is an acronym where D stands for “Describe”, E for “Examine” and AL for “Articulate Learning” (Ash & Clayton, 2004). The AL section is also structured around four specific questions that seek to ensure that learners don’t “miss the meaning” of the learning activities in which they have participated. Participants will also gain basic knowledge about model of critical thinking (Paul & Elder, 2006) and build skills in identifying positive examples and challenges in of both oral and written reflection.
Dienstag, 29.09.09 09:00 - 17:00 Uhr

Prof. ’in Dr. Dr. Nauer
Anthropologisches Fundament ehrenamtlichen Engagements
Seminarnummer S8
Menschenbilder sind keine überflüssigen Gedankenspielereien. Ob und wie ich mich ehrenamtlich engagiere, hängt entscheidend davon ab, welches Bild vom Menschen mein Denken und Handeln steuert. Im Seminar soll das spezifisch christliche Bild vom Menschen herausgearbeitet werden. Hierzu gilt es, sowohl bibeltheologische, als auch aktuelle human- und sozialwissenschaftliche Sichtweisen konstruktiv-kritisch ineinander zu verweben. Den TeilnehmerInnen des Seminars soll die Chance eröffnet werden, sich selbst darüber klar zu werden, was genau sie unter den oftmals synonym verwendeten Begriffen Seele, Geist und Psyche verstehen, ob sie sich durch neurowissenschaftliche Forschungsergebnisse fundamental erschüttert oder eher bestätigt fühlen und ob sich die christliche Sichtweise vom Menschen für die eigene Person als glaub-würdig und deshalb als handlungsleitend oder eher als lebensfern und deshalb als überholt erweist
Donnerstag, 01.10.09 09:00 - 17:00 Uhr

Dr. Pass
Spannungsfeld ehren- und hauptamtliche MitarbeiterInnen am Beispiel der Caritas in Oberösterreich
Seminarnummer S4
Ziel dieses Forschungsprojektes ist neben einer allgemeinen theoretischen Auseinandersetzung mit Ehrenamtlichkeit/Freiwilligenengagement spezifisch mögliche Spannungsfelder zwischen haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen zu thematisieren. Ausgehend von gegenwärtigen Rahmenbedingungen sollen vor allem zukünftige Entwicklungen berücksichtigt werden.
Damit mögliche Spannungsfelder unter einem objektiven Blickwinkel betrachtet werden können, sind sowohl Erhebungen unter hauptamtlichen als auch unter ehrenamtlichen MitarbeiterInnen geplant. Eingrenzungskriterium für hauptamtliche MitarbeiterInnen der Caritas ist der tatsächlich vorhandene Kontakt bzw. Bezug zu Ehrenamtlichen. Von rund 2.500 Hauptamtlichen verfügen max. 285 Personen sowie 14 RegionalkoordinatorInnen über Kontakte zu Ehrenamtlichen. Neben circa 285 ehrenamtlichen MitarbeiterInnen der Caritas als Einrichtung wird pro Pfarre eine Person des Sozialkreises bzw. Caritas-Fachausschusses befragt. Insgesamt handelt es sich dabei um rund 450 Personen. Angesichts der Quantität sind schriftliche Befragungsinstrumente vorgesehen.
Dienstag, 29.09.09 14:00 Uhr bis
Mittwoch, 30.09.09 13:00 Uhr
Prof. Dr.Stricker/Herr Fischbach
Sozialkapital und der Wandel der Engagementkultur in einer alternden Gesellschaft
Seminarnummer S7
Immer mehr entwickelt sich auch in Deutschland eine vielfältige Engagementkultur von Initiativen und Formen jenseits etablierter Strukturen, wie sie über Jahrzehnte vor allem von den großen Wohlfahrtsorganisationen angeboten worden sind. Dieser Wandel des Bürgerengagements, nicht zuletzt dessen Professionalisierung, ist Ausgangspunkt für das Seminar, in dem sowohl die verschiedenen Modelle der Sozialkapitalbildung als auch die empirische Messbarkeit des bürgerschaftlichen Engagements im Mittelpunkt der Diskussion stehen werden.
Denn der Wandel des bürgerschaftlichen Engagements hat auch bei den Wohlfahrtsverbänden als die größten Vermittler- und Nutzerkreise des Ehrenamts in Deutschland zu einem schrittweisen Aufbau eines professionellen Freiwilligenmanagements geführt. So stellt sich u. a. die Frage, wie Wohlfahrtsverbände gezielt die Bildung von Sozialkapital zur Stärkung der Gesellschaft initiieren können und wie die Verbände auf den Wandel der Engagementkultur in Deutschland reagieren. Diese und weitere Fragen werden am Ende des Seminars zusammen mit Vertretern von Wohlfahrtsverbänden in einer abschließenden Diskussion gemeinsam erörtert.
Mittwoch, 30. 09. 09 14:00 Uhr bis
Donnerstag, 01.10.09 13:00 Uhr

Prof. Dr.Windolph
Impulse christlicher Spiritualität für Soziales Engagement - dargestellt an Persönlichkeiten aus verschiedenen Ländern
Seminarnummer S1
In diesem Seminar sollen christlich motivierte Persönlichkeiten, die sich für Andere engagiert haben, genauer beleuchtet werden:
Elisabeth von Thüringen
geboren 1207, wurde als Vierjährige verlobt und nach Eisenach gebracht. Als Landgräfin stellte sie aus tiefer Überzeugung die höfischen Regeln auf den Kopf, verschenkte ihr Gut an die Armen, pflegte Kranke, verzichtete auf Ehrerbietung, weil diese nur Gott zustehe.
Madeleine Delbrél
lebte von 1904 bis 1964 und arbeitete als Christin in einem vollkommen kommunistischen und damit atheistischen Vorort von Paris, in Ivry. Nach anfänglicher Skepsis gewann sie das Vertrauen der Menschen.
Abbe Pierre
der 2007 in Paris starb, widmete sein Leben den Obdachlosen, indem er auch Grundstücke kaufte und besetzte, um dort Obdachlosen zu einem besseren Leben zusammen zu führen.
Jean Vanier
1928 geboren, war geschockt von der erniedrigenden Art, wie geistig behinderte Menschen verwahrt wurden und gründete eine Bewegung namens "Arche", die Wohngemeinschaften von behinderten und nicht behinderten Menschen einrichtete.
Dienstag, 29.09.09 9:00 - 17:00 Uhr

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